2 Ablauf der Lehrveranstaltung

2.1 Veranstaltungsstruktur

Das Seminar Schulbuchgestaltung in Forschung und Praxis ist eine der möglichen Veranstaltungen, die im Modul Forschung in der Mathematikdidaktik in verschiedenen mathematikbezogenen Masterstudiengängen des Lehramts belegt werden können. Es umfasst 4 SWS, die im SoSe 25 wöchentlich angeboten wurden.

Das Seminar dient Studierenden einerseits als Gelegenheit, verschiedenen Aspekte der Schulbuchgestaltung zu erleben; andererseits sollen sie sich vertiefend mit der aktuellen mathematikdidaktischen Forschung zu Schulbüchern auseinanderzusetzen. Die Studierenden sollen – begleitet durch Inputphasen und geeignete Impulse – eine Forschungsfrage finden, eine Methodik zu ihrer Beantwortung entwickeln und ggf. didaktisches Material zu entwerfen. Im Verlauf des Seminars stellen die Studierenden ihr Projekt, ähnlich zu Konferenzvorträgen, im Plenum vor und verschriftlichen dies im Anschluss in Form einer Hausarbeit.

2.2 Prüfungsnebenleistung

Die Prüfungsnebenleistung für die Zulassung zur Modulprüfung ist in dieser Veranstaltung ein Seminarvortrag (ca. 20 Minuten) mit anschließender Diskussion (ca. 10 Minuten). Die Studierenden präsentieren den derzeitigen Stand ihres Forschungsprojektes und treffen dafür eine geeignete Auswahl bzw. Schwerpunktsetzung der später in der Hauarbeit darzustellenden Inhalte.

Neben seiner Funktion als Prüfungsnebenleistung bietet der Vortrag auch die Möglichkeit, Feedback und Impulse zum Projekt einzuholen. Außerdem lässt dieser Vortrag einen Einblick in die Arbeit in der Forschung zu: Auf Fachkonferenzen ist diese Vorgehensweise (Vortrag + anschließende Diskussion) üblich.

Die Vorträge werden voraussichtlich gegen Ende der Vorlesungszeit stattfinden. Genaueres wird im Seminar abgesprochen.

2.3 Prüfungsleistung

Laut den formalen Vorgaben der Studienordnung besteht die Modulprüfung aus einer Hausarbeit im Umfang von 6-8 Seiten. Wird diese in Gruppe angefertigt, bestimmt sich der finale Umfang entsprechend:

  • bei 2 Personen 12 – 16 Seiten
  • bei 3 Personen 18 – 24 Seiten

Der Aufbau der Arbeit soll sich grundsätzlich an folgendem Aufbau orientieren:

  • Einleitung
  • Darstellung des akutellen Forschungsstands zum Thema (inkl. theoretischer Modelle)
  • Ableitung einer Forschungsfrage
  • Beschreibung & Begründung einer Methodik, Darstellung der Sicherstellung der Gütekriterien
  • Reflexion (Limitation, weiterführende Fragen, …)

Die Abbildung zeigt eine mögliche Verteilung auf die Arbeit.

Proptypischer Aufbau der Arbeit

Abb. 2.1: Proptypischer Aufbau der Arbeit

Verfolgt das Forschungsthema einen eher entwickelnden Charakter, ist sollten zusätzlich aus der Theorie heraus Designprinzipien abgeleitet sowie ein Prototyp entwickelt werden.

Proptypischer Aufbau der Arbeit mit eher entwickelndem Charakter

Abb. 2.2: Proptypischer Aufbau der Arbeit mit eher entwickelndem Charakter

Bei Gruppen mit 3 Personen kann die Darstellung des Forschungsstandes sinnvoll skaliert werden. Weiterhin bietet es sich an, die Methodik ausführlicher gegenüber anderen möglichen Methoden abzugrenzen und einzuordnen.

Die Benotung orientiert sich am Kompetenzspektrum für Abschlussarbeiten in der Mathematikdidaktik. Dabei wird natürlich berücksichtigt, dass die Hausarbeit i. d. R. nicht zu einem echten Ergebnis führen wird, da die Methodik zur Beantwortung der Forschungsfrage vsl. gar nicht tatsächlich durchgeführt wird.